Stand: Oktober 2026 · Keine Finanzberatung
Kurz gesagt: Mit Einzahlungen in die Säule 3a senkst du dein steuerbares Einkommen. 2026 darfst du mit Pensionskasse bis CHF 7’258 einzahlen, ohne Pensionskasse bis 20 % deines Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36’288. Das Geld muss bis zum 31. Dezember 2026 auf dem Vorsorgekonto gutgeschrieben sein.
Was ist die Säule 3a?
Die Säule 3a ist die freiwillige, steuerbegünstigte Vorsorge für die Pension. Du zahlst auf ein gebundenes Vorsorgekonto ein, ziehst den Betrag in der Steuererklärung ab und kommst an das Geld erst kurz vor der Pensionierung (Ausnahmen siehe unten). Voraussetzung ist ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen.
Wie viel darfst du einzahlen?
| Deine Situation | Höchstbetrag 2026 | Höchstbetrag 2027 |
|---|---|---|
| Mit Pensionskasse (typisch für Angestellte) | CHF 7’258 | CHF 7’373 |
| Ohne Pensionskasse (z. B. Selbständige) | 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36’288 | 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36’864 |
Die Limite gilt für alle deine 3a-Konten zusammen. Aufrunden ist nicht erlaubt, und was über dem Maximum liegt, kannst du nicht abziehen. Die Beträge für 2027 gelten ab dem 1. Januar 2027.
Bis wann musst du einzahlen?
Für das Steuerjahr 2026 muss das Geld bis zum 31. Dezember 2026 auf dem Vorsorgekonto eingegangen sein. Es zählt die Gutschrift, nicht das Datum deines Auftrags. Gib deiner Bank den Zahlungsauftrag deshalb spätestens Mitte Dezember. Am Schalter kann der letzte Termin noch früher liegen (bei einer Grossbank zum Beispiel am 19. Dezember).
Was bringt dir das bei den Steuern?
Dein Einzahlungsbetrag wird von deinem steuerbaren Einkommen abgezogen. Wie viel du sparst, hängt von Kanton, Einkommen und Zivilstand ab. Eine Beispielrechnung eines Versicherers nennt für CHF 7’258 eine Ersparnis von rund CHF 1’500. Bei tieferem Einkommen oder in steuergünstigen Kantonen kann sie deutlich kleiner ausfallen. Zusätzlich ist das 3a-Guthaben während der Laufzeit von der Vermögenssteuer befreit.
Konto oder Wertschriften?
| 3a-Sparkonto | 3a mit Wertschriften (Fonds, ETF) | |
|---|---|---|
| Prinzip | Du erhältst Zins auf dein Guthaben. | Dein Geld wird in Aktien, Obligationen und andere Wertpapiere angelegt. |
| Risiko | Sehr tief. | Kurse schwanken, Verluste sind möglich. |
| Ertrag | Der durchschnittliche Zins lag im Oktober 2026 bei 0,21 %. | Langfristig meist höher, aber nicht garantiert. |
| Kosten | Kontoführung meist kostenlos. | Fondsgebühren und Depotkosten unterscheiden sich stark zwischen den Anbietern. |
Eine dritte Variante sind 3a-Versicherungen. Sie verbinden einen Sparteil mit einem Risikoschutz. Prüfe dort Kosten und Laufzeit besonders genau. Gut zu wissen: Dein 3a-Guthaben lässt sich meist spesenfrei zu einem anderen Anbieter übertragen. Wer bei Kursverlusten in Panik verkauft, fährt mit dem Konto trotz tieferem Ertrag oft besser. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Frage deiner Risikofähigkeit und deines Anlagehorizonts.
Verpasste Jahre nachzahlen (neu ab 2026)
Seit 2026 kannst du verpasste Einzahlungen unter Bedingungen nachholen, bis zu zehn Jahre rückwirkend, erstmals für das Jahr 2025. Das gilt nicht bei jedem Anbieter, frag deshalb bei deinem nach. Die wichtigsten Regeln:
- Du musst im betreffenden Jahr ein AHV-pflichtiges Einkommen in der Schweiz gehabt haben.
- Zuerst zahlst du den Maximalbetrag des laufenden Jahres ein.
- Die Lücke eines Jahres musst du mit einer einzigen Einzahlung ganz schliessen.
Wann kommst du ans Geld?
- Normalfall: frühestens fünf Jahre vor dem AHV-Referenzalter. Wer weiterarbeitet, kann den Bezug um bis zu fünf Jahre aufschieben.
- Vorbezug: möglich beim Kauf von selbst genutztem Wohneigentum oder zur Rückzahlung der Hypothek, bei selbständiger Erwerbstätigkeit, bei definitivem Wegzug aus der Schweiz, beim Einkauf in die Pensionskasse und bei einer Invalidenrente.
- Steuern beim Bezug: Die Auszahlung wird getrennt vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz besteuert. Der Satz steigt mit der Höhe des Betrags. Mit mehreren 3a-Konten kannst du den Bezug auf mehrere Jahre verteilen.
Häufige Fragen
Muss ich den Maximalbetrag einzahlen? Nein. Du kannst jeden Betrag bis zur Limite einzahlen.
Kann ich einzahlen, wenn ich Quellensteuer zahle? Ja. Für den Steuerabzug brauchst du in der Regel eine nachträgliche ordentliche Veranlagung. Sie muss meist bis zum 31. März des Folgejahres beantragt werden. Frag dein kantonales Steueramt nach den genauen Fristen.
Wie lange kann ich einzahlen? Solange du AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen hast, längstens bis fünf Jahre nach dem AHV-Referenzalter.
Sind mehrere 3a-Konten sinnvoll? Oft ja, damit du später gestaffelt beziehen kannst. Die Jahreslimite gilt für alle Konten zusammen.
Auch bis Ende Jahr zu erledigen
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Quellen und Stand
Stand aller Angaben: Oktober 2026. Prüfe die Limiten vor deiner Einzahlung beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV).
- UBS: Säule 3a, Maximalbetrag 2026 und Einzahlungsfristen
- BSV: Höchstabzüge Säule 3a im Steuerjahr 2027 (Mitteilung vom 5.10.2026)
- PostFinance: Säule 3a einzahlen und nachzahlen
- Comparis: Säule 3a und Steuern
- Mobiliar: Geld aus der Säule 3a beziehen
- moneyland: Säule-3a-Zinsen im Oktober 2026
Rechne selbst: Mit dem 3a-Steuerrechner schätzt du in drei Angaben, wie viel Steuern du mit deiner Einzahlung sparst, für 2026 oder 2027.
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